Unser Chronik. Viel Spaß beim stöbern.
Die Gründung der Kleingartenanlage
----- 1964 -----
Durch den Wohnungsneubau mussten
zahlreiche Kleingärten auf dem Wasserberg
aufgegeben werden.
Über den Kreisverband des VKSK stellte
die Stadt Freiberg dafür Ersatzland zu Verfügung,
u. a. am südlichen Stadtrand zwischen der F173
und dem Hospitalwald.
Dort wurden am 26.04.1964 durch einen Vertreter des VKSK
unter Einbeziehung schon vorhandener Einzelgärten
und Bereichen des ehemaligen Arbeitsdienstlagers
ca. 70 Parzellen abgesteckt und an die eingeladenen
Bewerber vergeben.
Diese neue Kleingartenanlage erhielt nach dem benachbarten
Diese neue Kleingartenanlage erhielt nach dem benachbarten
Bauwerk den Namen
"Am Wasserturm"
Die Entwicklung der Kleingartenanlage
----- 1964 - 1965 -----
Am 01 Oktober 1964 wurde der Pachtvertrag vom
Verband der Kleingärtner Sieder u. Kleintierzüchter
Kreisverband Freiberg und Pächter Villenberg
offiziell unterzeichnet.


Die Arbeit auf den Parzellen begann sofort nach
Unterzeichnung des Pachtvertrages.
Hier sind Parzelle von 45 bis 51 zu sehen.
Die Fotos wurden von Herrn Daniel Weißwange zur Verfügung gestellt.


Hier zwei Fotos aus dem Jahre 1970 und 2025
Parzelle 11.

ca. 1970

ca. 2025
----- 1966 – 1968 -----
Im Februar 1966 fand in der Gaststätte „Lindengarten“
die erste Rechenschaftslegung und die Neuwahl
des Vorstandes statt.
Der Bau am Außenzaun und an den Hauptwegen
wurden fortgesetzt und der Wasserleitungsbau
bis Ende 1968 im Wesentlichen abgeschlossen.

Auf dem Fundament der ehemaligen Küchenbaracke
entstand ein Gräte- und Materialschuppen sowie
eine kleine Kantine.
Ihre Erweiterung und Einweihung zum Gartenfest 1968
war die Keimzelle zur „Wasserturmklause“.
Hinter den „GHG“-Baracken entstanden 1968 elf Parzellen,
die unserer Anlage angeschlossen wurden.




----- 1970 -----
Am 12.01.1970 beschloss die Mitgliederversammlung
den Bau eines Spartenheimes auf dem Fundament
der ehemaligen Küchenbaracke.
Die Einweihung als „Wasserturmklause“
erfolgte am 26.08.1972.
Dadurch wurde es möglich, Versammlungen im
eigenen Raum durchzuführen.
Die noch fehlende Heizung erlaubte zunächst
nur bedingte und ehrenamtliche Bewirtschaftung,
für die Wirtschaftskommission gebildet wurde.
Dies war bis zum Abschluss von Pachtverträgen tätigt.
----- 1973 – 1974 -----
Die Mitgliederversammlung beschloss am 25.02.1974
die Elektrifizierung der Gartenanlage mit Hilfe eines
Zinslosen Kredites von 150,-Mark pro Parzelle.
Mit den Arbeiten wurde sofort begonnen.
Die Rückerstattung erfolgt auf der Grundlage
von Auslosungen und kam 1984 zum Abschluss.
Die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Anlage
fand am 02.11.174 im „Schützenhaus“ statt.
----- 1975 – 1976 -----
Auf der „Halde“, einem alten Fundament, wird ein
Mehrzweckschuppen errichtet, der auch für
Gartenfeste nutzbar sein sollte.

Es wurden sechs neue Parzellen, die unterhalb des
Parkplatzes am Wasserturm entstanden, angeschlossen.

Am 16.05.1976 wurde ein neue Gartenvorstand gewählt.
----- 1977 – 1989 -----
In den Gastraum der „Wasserturmklause“ wird 1977
ein Raumteiler und ein Ofen eingebaut sowie
ein Schornstein errichtet.
Damit wird eine durchgehende und hauptberufliche
Nutzung möglich.
Diese wurde am 01.05.1979 aufgenommen.
1980 wird mit den Arbeiten zur Erneuerung der
Hauptwege bei gleichzeitigem Bau einer Entwässerung
und Einbau von PVC-Wasserleitungsrohren begonnen.
Die „Wasserturmklause“ erhielt einen Kohlenschuppen
und einen neuen Bewirtschafter.

In Richtung Altersheim erweiterte sich 1983
die Anlage nochmal um fünf Parzellen.
Gleichzeitig entstand ein Zugang vom Hospitalwald.
Am 19.05.1984 und am 03.06.1989 feierte man
im „Schützenhaus“ das 20- bzw. 25jährige Bestehen der Anlage.
Ab 01.12.1989 übernahm ein neuer Bewirtschafter die
„Wasserturmklause“.
Die Bewirtschaftung erfolgte seit September 1990 auf
der Grundlage eines Pachtvertrages.
----- 1990 – 1991 -----
Von den Mitgliedern wird am 05.05.1990 dem amtierenden
Vorstand das Vertrauen zur Weiterarbeit ausgesprochen
und der Verein "Am Wasserturm" e.V. gegründet.
Die Antragstellung als eingetragener Verein
beim Amtsgericht Freiberg erfolgte im Juni 1990.
Am 30.07.1990 tritt der Verein dem Kreis- und Landesverband bei.
Alle an die zentrale Wasserleitung angeschlossenen Parzellen
erhalten 1991 vor ihrer Wiederinbetriebnahme Wasseruhren.

----- 1993 -----
Es begann der Umbau der „Wasserturmklause“.
Die Fenster und die Inneneinrichtung wurde erneuert,
Toiletten neu und die Küche ausgebaut.
Daraus entstand die „Blaue Maus“.

Die Finanzierung der der Arbeiten erfolgte über
einen Brauereivertrag,
für den der Vorstand die Bürgschaft übernahm.
Vom Pächter der „Blauen Maus“ wurden die
finanziellen Verpflichtungen nicht eingehalten
und es entstand daraus eine hohe Verschuldung.
----- 1994 – 1997 -----
Vom Landratsamt erhält der Verein am 01.03.1994
die Bestätigung der klein gärtnerischen Gemeinnützigkeit.
Im Oktober 1994 feierte man 30jährige Bestehen der Anlage.
Bau eines Biergartens und Übergabe an den Pächter
der “Blauen Maus“ am 01.05.1995.
Im Juni 1996 wird für die Unterbringung der Vereinsunterlagen
eine Blockhütte erworben und neben dem Vereinsheim aufgebaut.
Im Mai 1997 erhält die Gartenanlage einen neuen zentralen
Wasseranschluss auf dem Hauptwerg.
----- 1998 -----
Die für 1998 vorgesehene Neuwahl des Vorstandes muss
bis zu Klärung der durch den Vereinsheimumbau entstandenen
Verschuldung verschoben werden. Eine am 11.10.1998
stattgefundene außerordentliche Mitgliederversammlung
dient diesem Zweck.
Dem Pächter der „Blauen Maus“ wurde gekündigt.
Am 01.12.1998 erfolgte die Wiedereröffnung des
Vereinsheimes durch einen neuen Pächter.

----- 1999 – 2002 -----
Die Mitgliederversammlung am 27.03.1999 entlastet den
alten und gewählten neuen Vorstand.
Der neue Vorstand konzentriert sich auf die Schwerpunkte:
1.
Verhinderung der Insolvenz und finanzieller
Gesundung des Vereins
2.
Erneuerung der technischen Anlagen
und des Vereinsheimes
3.
Wesentliche Verbesserung des Vereinslebens
Dem Verein erwuchsen bis Ende 1998 Zahlungsforderungen
der Brauerei Rechenberg und der stätischen
Versorgungseinrichtungen in Höhe von
35.000,- DM.
Weitere Verluste des Vereins entstanden durch
Pachtrückstände des früheren Pächters
und Rechtsanwaltskosten in Höhe von
11.000,- DM.
Erst Ende 2002 war der Verein schuldenfrei durch straffe Finanzkontrolle, Aufnahm eines Privatdarlehens und
regelmäßiger Zahlungen des neuen Pächters.

----- 2002 – 2004 -----
Die umfangreiche Tätigkeit des Vorstandes zur Gesundung
der Vereinsfinanzen löste bei vielen Mitgliedern eine große
Bereitschaft für Aktivitäten zur Erneuerung der Technik
und des Vereinsheimes aus.
Im Zeitraum von 1999 bis 2008 wurden
65.000,-Euro
investiert (ohne Eigenleistung).
Um eine breite Mitarbeit der Vereinsmitglieder zu erreichen
beginnt man, mit Mitgliedern des Vorstandes in
„Stammtischrunden“
aktuelle Aufgaben zu erörtern.

In diesem Zusammenhang standen bisher unter
andrem 17 Beschlussvorlagen zur Diskussion,
die dadurch ihre breite Zustimmung fanden.
So war es auch möglich, noch vor Saisonbeginn 2000
mit wichtigen Maßnahmen zur Senkung von
Wasserverlusten, wie dem Bau neuer Schrote,
Netzteilung und Leistungsreparaturen zu beginnen.
In das Vereinsheim wurde eine Flüssiggasanlage
eingebaut und im September 2000 in Betrieb genommen.
Auf Empfehlung des Regionalverbandes wurde
ab 01.01.2001 die „Allianz“ der Versicherungsträger
des Vereines und seiner Mitglieder.
Für die Anlage wird ein Konzept zur Erneuerung
der Energie- und Wasserversorgung erarbeitet.
Es enthält auch Maßnahmen für den
Wege- und Außenzaunbau.

Im April 2003 erhält das Vereinsheim einen
eigenen Anschluss an das Abwassernetz.
Damit wurde eine eindeutige Abgrenzung
zu Anliegern erreicht.
Nach erfolgter Rechenschaftslegung wurde am 13.03.2004
der neue Vorstand neu gewählt.
Ausgewählte wichtige Investitionen in diesen Jahren waren
(ohne Eigenleistungen)
Im Jahr 2000
Flüssiggasheizung
6.089,- Euro
Im Jahr 2002
Küche Vereinsheim
5.177,- Euro
Im Jahr 2003
Abwasserkanal
11.470,- Euro
Im Jahr 2004
Sozialräume „Blaue Maus“
10.529,- Euro
In den Jahren 2001-2004
Trinkwasserleitung
4.971,- Euro
Die Vereinsmitglieder leisteten 1008 Arbeitsstunden
beim Trinkwasserleitungsbau.
Die gesamte Anlage wurde mit neuen Leitungen und
Anschlüssen versorgt.
Wasserverluste konnten wesentlich reduziert werden.
Fleißige Gartenfreunde arbeiteten intensiv sonnabends
fünf Stunden.
----- 2004 – 2009 -----
Zur Förderung des Vereinslebens werden seit dem Jahr 2000
jährliche Busausfahrten in interessante Regionen
des Erzgebirges unter Leitung von Andreas Seidel
und Wolfgang Hänsel unternommen,
zum Beispiel 2005 in Langenwomsdorf und Sebnitz.


Im Jahr 2008 führte die Busausfahrt nach Franzensbad, hier ein Bild vom Stadtrundgang vor der russischen Kirche.

Die Stammtischgespräche zu kleingärtnerischen Fachthemen
werden fortgeführt. Nach regelmäßigen Überprüfungen
werden dem Verein die klein gärtnerische und finanzielle
Gemeinnützigkeit zugesprochen.
Feier zum 40jährigen Bestehen
der Kleingartenanlage am 04.09.2004.

Das mit vereinten Kräften aufgebaute Festzelt
für 200 Personen war das Zentrum
für zahlreiche Veranstaltungen.
Der Vorsitzende des Regionalverbandes Freiberg,
Gartenfreund Arnold, gratulierte dem Verein für
hervorragende Leistungen.

----- 2009 – 2013 -----
Schwerpunkte des Vorstands- Vereinsarbeit von 2009 bis 2013
Punkt 1
Sicherung der klein gärtnerischen und finanziellen Gemeinnützigkeit.
Dazu dienten vielfältige Gespräche und Kontrollen.
Punkt 2
Ausarbeitung der Kleingartenordnung und Bestätigung
durch die Mitgliederversammlung 2012.
Punkt 3
Bildung einer Arbeitsbrigade unter Leitung
eines zentralen Einsatzeiters.
Punkt 4
Weiterführung der Erneuerung des Außenzaunes um
die gesamte Kleingartenanlage bis 2013.
Punkt 5
Weitere Erneuerung der Elektroanlage zur
Erhöhung der Sicherheit. Die gesamte Anlage erhielt den
Elektrocheck durch die Fachfirma Schnecke.
Punkt 6
Kompletter Austausch der Wasseruhren in den Parzellen.
Punkt 7
Die Stammtischgespräche zu klein gärtnerischen
Fachthemen werden fortgeführt.
Punkt 8
Bereitstellung von Containern für Gartenabfälle.
Punkt 9
Erneuerung der Wegebeschilderung.
Punkt 10
Fertigstellung eines Insektenhotels
Aufstellung auf der Halde zur Anschauung
für alle Gartenfreunde und Gäste unserer Gartenanlage.
Punkt 11
Beteiligung an Wettbewerben um die schönste Gartenanlage
im Kreis Freiberg und Mittelsachsen
1. Platz
im Kreis Freiberg 2009
2. Platz
in Mittelsachsen 2010
3. Platz
im Kreis Freiberg 2013
Punkt 12
Dem Verein werden die klein gärtnerische
und finanzielle Gemeinnützigkeit weiterhin
nach regelmäßigen Überprüfungen zugesprochen.
Punkt 13
Die Mitgliederversammlung am 28.03.2009 verabschiedete
nach zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit den Vorsitzenden
Dr. Hans Klöpper und wählt einstimmig
den Gartenfreund Andreas Seidel zum neuen Vorsitzenden.
Gartenfreund Dr. Klöpper erhielt ein Ehrengeschenk
des Regionalverbandes.
Bildergalerie
Gartenfreund Horst Kaden
langjähriger Elektroberater des Vorstandes
ausgezeichnet mit der Ehrennadel
des Regionalverbandes Freiberg in Gold.

Einsatzleiter Klaus Byer
ausgezeichnet mit der Ehrennadel
des Regionalverbandes Freiberg in Silber.

Künftige „Kleingärtner“ erfreuen sich zunächst beim Spielen!
Erfolgreiche Gartenfreunde erfreuen sich an ihren Zuchtergebnissen.
----- 2013 -----
Der Stand
Unsere Kleingartenverein „Am Wasserturm2 e.V.
zählt heute 130 Parzellen.
Das Vereinsheim „Blaue Maus“ bietet durch
die gute Wirtschaftsführung des jetzigen Pächters
alle Voraussetzungen für ein Aktives Vereins leben.
Das wird von einer steigenden Anzahl unserer
Mitglieder gern in Anspruch genommen.
Als Vorstandsvorsitzend waren bisher tätig:
1964 bis 1966
Gartenfreund A. Kirsch
1966 bis 1976
Gartenfreund R. Wohlgemuth
1976 bis 1999
Gartenfreund J. Rabsahl
1999 bis 2009
Gartenfreund Dr. H. Klöpper
2009 bis 2026
Gartenfreund A. Seidel
2026 bis dato
Gartenfreund Peter Krumpfer
Ausarbeitung der Chronik bis 12/2013
Gartenfreund A. Kirsch
Gartenfreund Dr. H. Köpper
Überarbeitung und Digitalisierung der Chronik:
Gartenfreund F. Mittag